Regionaler Fachtag "Jugendbegleiter im Ländlichen Raum" 22.10.2018

Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Vereinen, Verbänden und aus der Schulverwaltung trafen sich am 22. Oktober 2018 zum regionalen Fachtag „Jugendbegleiter in ländlichem Raum – Bildungsnetzwerke gestalten“ im Bürgerzentrum in Bruchsal. Der Fachtag wurde vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Kultusministerium und der Jugendstiftung Baden-Württemberg veranstaltet.

Nach einem Grußwort von Jürgen Maier, Ministerialdirigent im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz leitete Wolfgang Antes, Geschäftsführer der Jugendstiftung Baden-Württemberg, zum ersten Hauptvortrag über.
Melanie Läpple und Anna Hollenbach berichteten in einem interessanten Vortrag über das vielseitige Angebot der Landjugend Württemberg Baden für Jugendliche.
Dr. Susanne Zeller vom Landesinstitut für Schulentwicklung Baden-Württemberg stellte in ihrem Vortrag das Landesprogramm „Bildungsregionen“ und dessen Beitrag bei der Vernetzung vor Ort detailliert vor.
Frau Simolka-Walter und Frau Bauer vom Bildungsbüro Enzkreis berichteten anschließend aus ihrer Praxis in der Bildungsregion Ludwigsburg.
Michaela Kluin vom Landesverband der Schulfördervereine Baden-Württemberg informierte in ihrer Präsentation über typische Aktivitäten von Schulfördervereinen und stellte vor, wie der Landesverband Schulfördervereine unterstützen kann.

Nach den Vorträgen wurden die Teilnehmenden selbst aktiv und zeichneten ihr eigenes Bildungsnetzwerk auf. Teilweise waren die Schulen verblüfft über das eindrückliche Ergebnis. Danach fanden sich die Teilnehmenden an Tischen zu strukturierten Gesprächsrunden zum Austausch zusammen. In der ersten Runde, die unter der Überschrift „Kooperationstische“ lief, konnten die Teilnehmenden mit Schulen und ihren Partnern ins Gespräch kommen und Anregungen und praktische Tipps für die Gestaltung des eigenen Bildungsnetzwerks mitnehmen.

Die Kooperationstische wurden moderiert von Tanja Bender, Schulleiterin der Grundschule Bargen zusammen mit Thomas Hönig von der Freiwillige Feuerwehr Bargen, einem von vielen Kooperationspartnern der kleinen Schule im Rhein-Neckar-Kreis; Joachim Schneider, Rektor der Realschule Gernsbach, die durch ihre zahlreichen Kooperationen ein vielfältiges AG-Angebot gestalten kann; der Schlossbergschule Rauenberg mit Schulleiterin Ulrike Biesel-Weidig und Franz Sieber vom Verein für Naturschutz 1984 Rauenberg sowie Lydia Grabow vom Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Durmersheim mit Ehrenamtlichen der schulischen Imker-AG.
Nach einer Kaffeepause mischten sich die Teilnehmenden zu neuen Gesprächsrunden an fünf unterschiedlichen „Thementischen“ zusammen. Hier informierten Expertinnen und Experten über themenspezifische Angebote für Schulen und besprachen Fragen der Teilnehmenden.

Gastgeberinnen und Gastgeber an den Thementischen waren: Wolfgang Denecke und Cornelia Staudt-Hirte vom Badischen Chorverband sowie Harald Eßig vom Blasmusikverband Baden-Württemberg zum Thema Kooperationen mit Musikvereinen und den Landesprogrammen Musikmentoren, Musiklotsen und Kooperation Schule-Verein.
Für den Bereich der Ersthelfer-Organisationen präsentierte Jovin Bürchner vom DRK Landesverband Baden-Württemberg und Jugendrotkreuz u.a. die Programme Juniorhelfer (Grundschulen) und Schulsanitätsdienste (weiterführende Schulen) informierte. Am Thementisch desLandesverbands der Schulfördervereine konnten Fragen zur Gründung eines Schulfördervereins und zur Mitgliedschaft im Landesverband vertieft werden. Ina Gamper, Projektleiterin der Naturpark-Schule an der Schlossberg-Schule Bühl-Neusatz sowie Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord erklärten, was eine Naturpark-Schule ist und wie eine Schule Naturpark-Schule werden kann. Für die Jugendstiftung Baden-Württemberg stellte Birgit Schiffers die Mentorenprogramme der Stiftung vor. 

Der regionale Fachtag in Bruchsal zeigte, dass unter den Beteiligten am Jugendbegleiter-Programm ein großes Interesse an Austausch und der Knüpfung von Kontakten besteht und dass der ländliche Raum tolle Kooperationsmöglichkeiten und Akteure für Schulen und vielseitige, interessante Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche bereithält. Dies zeigte auch der Markt mit rund 20 Infoständen, an denen sich rund 20 potenzielle Kooperationspartner mit ihren Angeboten präsentierten, beispielsweise das Spielmobil Kraichgau, den BUND, die Gemeinnützige Elternstiftung oder den Landesverband der Amateurtheater sowie eine bunte Mischung aus weiteren Organisationen.