Allgemeine Informationen

Der Imagefilm erklärt das Jugendbegleiter-Programm.

Die Programmrichtlinien im Überblick

Sie finden alle nötigen Formulare im Download-Bereich.

• Das Jugendbegleiter-Programm ermöglicht außerunterrichtliche Bildungsangebote an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im Primarbereich oder in Sekundarstufe I. Berufliche Schulen können Angebote von Ehrenamtlichen für Klassen finanzieren, deren Abschlüsse den Abschlüssen der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen entsprechen, das heißt, die Ausbildungsgänge der zweijährigen Berufsfachschule (2 BFS), des Vorqualifizierungsjahrs Arbeit Beruf (VAB), des Berufseinstiegsjahrs (BEJ) und AV dual.

• Pro Dienststellenschlüssel kann nur ein Förderbudget beantragt werden. Das gilt auch für Schulverbünde oder Schulzusammenlegungen. Privatschulen können nicht am Jugendbegleiter-Programm teilnehmen.

• Gefördert werden nur wöchentlich und zur selben Zeit stattfindende Jugendbegleiter-Angebote, die mind. ein Schulhalbjahr erfolgen, keine Projekte. Nur im Rahmen einer Teamlösung ist der 14-tägliche Einsatz von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern, d.h. mit wöchentlich stattfindenden, verlässlichen Angeboten, möglich.

• Die Bildungsangebote müssen an Werktagen und in der Schulzeit stattfinden. Nur wenn eine Schule im regulären Lehrplan auch wöchentlich Unterricht an Samstagen festgelegt hat, können hier Jugendbegleiter-Angebote stattfinden. In den Ferien sind keine Jugendbegleiter-Angebote möglich.

• An Jugendbegleiter-Angeboten müssen mindestens fünf Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Bei Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) beträgt die Mindestgruppengröße drei Schülerinnen und Schüler. Eine Eins-zu-Eins Betreuung ist nicht möglich.

• Jugendbegleiter-Angebote unterliegen nicht der Schulpflicht. Die Angebote sind von Eltern und ihren Kindern frei auswählbar. Haben die Eltern ihr Kind für ein Angebot angemeldet, ist die Teilnahme verbindlich. Hier gelten dann die gleichen Entschuldigungsregeln wie beim Unterricht.

• Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter müssen immer ein inhaltliches Angebot durchführen. Reine Aufsichtstätigkeiten sind ausgeschlossen.

• Der Einsatz von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter für schulpflichtige Angebote oder im Ersatz für diese, etwa in Hohlstunden, ist nicht zulässig: Hierzu zählen Hohlstunden aufgrund eines Ausfalls einer Lehrkraft, oder solche, die lediglich einen Teil der Schülerinnen und Schüler betreffen (bspw. aufgrund des nicht eingerichteten oder des nicht besuchten Religionsunterrichts). In dieser Zeit hat die Schule die Aufsichtspflicht. Im Jugendbegleiter-Programm sind reine Aufsichtstätigkeiten ausgeschlossen.

• Alle Angebote im Jugendbegleiter-Programm werden ausschließlich durch ehrenamtlich Tätige ab 14 Jahren durchgeführt. Die Schulleitung entscheidet über die Eignung und den Einsatz der Jugendbegleiter.

• Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (also auch Minijobs, FSJ-Stellen, etc.) können im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms nicht eingesetzt werden.

• Jugendbegleiter dürfen nicht als Ergänzung der Lehrkräfte im Unterricht eingesetzt werden.

• Auch Lehrkräfte oder anderes Personal aus der Schule können in ihrer Freizeit, also vor oder nach ihrer Dienst-/Arbeitszeit, an ihrer Schule ein Jugendbegleiter-Angebot gestalten. Sie dürfen aber keine Aufwandsentschädigung erhalten, wenn sie an der Schule, an der sie ein Jugendbegleiter-Angebot abhalten, bereits dienstlich/regulär tätig sind und vom Land Baden-Württemberg dafür bezahlt werden (z. B. Sold/Vergütung bei Lehrkräften). Die Lehrkraft kann an der eigenen Schule also nur außerhalb ihres Deputates ein Angebot ohne Aufwandsentschädigung machen.

• Mit jedem Ehrenamtlichen muss eine schriftliche Vereinbarung geschlossen werden (Vorlage auf www.jugendbegleiter.de/downloads-faqs/). Diese ist Voraussetzung für den Versicherungsschutz des Ehrenamtlichen und gilt auch bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit ohne Aufwandsentschädigung. Die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses wird ausdrücklich empfohlen.

• Die Höhe der Aufwandsentschädigung ist nicht festgelegt. Diese liegt im Ermessen der Schulleitung. Jedoch darf der Gesamtbetrag der Aufwandsentschädigung eines Jugendbegleiters im Kalenderjahr 2.400 Euro nicht überschreiten. Dabei sind gleichartige Tätigkeiten (z.B. Übungsleiter/-in Verein und/oder Jugendbegleiter/-in an anderen Schulen) zusammenzufassen. Von den Ehrenamtlichen müssen unterschriebene Stundenaufstellungen vorliegen (Vorlage auf www.jugendbegleiter.de/downloads-faqs/).

• Bei Nutzung des Kooperationsbudgets muss zusätzlich eine Vereinbarung zwischen Schulleitung - außerschulischer Partner vorliegen (Vorlage auf www.jugendbegleiter.de/downloads-faqs/). Das Kooperationsbudget darf ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugend-begleiterinnen und Jugendbegleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation tätig sind. Die Zahlung der Aufwandsentschädigung erfolgt nicht an den Kooperationspartner, sondern direkt an die Jugendbegleiter.

Doppelförderungen innerhalb des gleichen Angebots durch andere Landesprogramme sind ausgeschlossen (z. B. Kooperation Schule-Verein).

• Für Sachkosten laufender Jugendbegleiter-Angebote (Bastelmaterial, Spiele, Sportgeräte etc.) können bis zu 20 Prozent des Grundbudgets genutzt werden.

• Für Fortbildungs- und Koordinierungskosten können bis zu 20 Prozent des Grundbudgets genutzt werden.

• Die Fördermittel werden auf ein Konto des Schulträgers ausgezahlt. Auf Antrag ist auch die Auszahlung auf ein Konto des Fördervereins der Schule möglich.

• Schulen mit einer Förderbestätigung der Kategorie D oder höher und durchgängig mind. 41 Jugendbegleiter-Zeitstunden im Schuljahr können im darauffolgenden Schuljahr vom Kultusministerium eine Entlastungsstunde zur Koordinierung des Programms erhalten.

• Bei der Stundenabfrage für das erste Schulhalbjahr im Herbst und bei der Stundenabfrage am Ende des Schuljahrs für das zweite Schulhalbjahr muss angegeben werden, wie viele Zeitstunden pro Woche tatsächlich im jeweiligen Schulhalbjahr stattfinden werden beziehungsweise stattgefunden haben. Konnten einzelne Angebote nicht stattfinden und die Schule schafft dadurch die Mindeststundenzahl für ihre jeweilige Förderkategorie nicht, findet ein Kategoriewechsel statt. Das Gesamtbudget wird dann automatisch an die neue, kleinere Kategorie für dieses Schulhalbjahr angepasst. Evtl. zu viel erhaltene Fördermittel müssen zurückgezahlt werden. Ein Wechsel in eine höhere Kategorie während des Schuljahres ist nicht möglich.

• Es gelten die Grundsätze der Landeshaushaltsordnung Baden-Württemberg. Mittel, die nicht innerhalb von drei Monaten verbraucht werden, sind unaufgefordert an die Jugendstiftung zur fristgerechten Weiterleitung an das Ministerium zurück zu überweisen. Rückzahlungen, die vor der Auszahlung der Mai-Rate bei der Jugendstiftung eingehen, werden Ihnen automatisch mit der Mai-Rate erneut ausgezahlt. Rückzahlungen nach Auszahlung der Mai-Rate können von der Schule nicht erneut in Anspruch genommen werden.

• Wurde die Schule zur stichprobenartigen Belegprüfung ausgewählt, sind folgende Unterlagen nach schriftlicher Aufforderung einzureichen: sämtliche geschlossene Vereinbarungen (Jugendbegleiter-Vereinbarung, Kooperationsvereinbarung, Koordinatoren-Vereinbarung), Stundennachweise, Ausgabenbelege für Sachkosten und Fortbildungen und Nachweise über die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen.